Klimafreundlich mobil

Im Bereich Mobilität lassen sich  viele Emissionen einsparen, wenn Sie diese drei V's beherzigen:

  • Vermeiden: Verzichten Sie auf unnötige Fahrten und Transporte.
  • Verlagern: Steigen Sie um auf umweltfreundliche Verkehrsmittel.
  • Verbessern: Wählen Sie sparsame Fahrzeuge und nutzen Sie diese effizienter.

Wussten Sie zum Beispiel, dass die Hälfte aller Autofahrten kürzer als fünf Kilometer ist? Wenn nur 30 Prozent dieser Strecken mit dem Rad anstelle des Autos zurückgelegt würden, könnten jährlich etwa 2,5 Millionen Tonnen CO2 vermieden werden.

  • Das Umsteigen auf's Fahrrad tut nicht nur Umwelt und Gesundheit gut, sondern auch Ihrem Geldbeutel: Autofahren kann auf kurzen Strecken überraschend teuer sein. Ein kalter Motor verbraucht bis zu 35 Liter Sprit pro 100 Kilometer. Erst ab dem vierten Kilometer erreicht der Verbrauch allmählich wieder das Normalniveau.
  • Nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel: 95 Prozent der CO2-Emissionen des Verkehrs gehen auf den Straßenverkehr zurück. Wenn Sie für Fernreisen auf die Bahn umsteigen, vermeiden Sie gegenüber einer Fahrt mit dem Pkw rund zwei Drittel des Kohlendioxid-Ausstoßes.
  • Nutzen ohne zu besitzen: Schon mal an Carsharing gedacht? Wenn Sie selten und/oder unregelmäßig mit dem Auto unterwegs sind und weniger als 10 000km im Jahr fahren, ist das „Auto teilen“ für Sie geeignet. Denn wer nicht unbedingt auf das eigene Auto angewiesen ist, fährt mit dem geteilten Pkw meist günstiger als mit dem Privatwagen und kann dabei auch noch für unterschiedliche Transportbedürfnisse das bestgeeignete Fahrzeug auswählen. Lesen Sie hier mehr über Carsharing. Ein Auto ist dort, wo Sie wohnen, unverzichtbar? Tatsächlich sind besonders in ländlichen Regionen viele Menschen auf ein Auto angewiesen. Vielleicht lohnt es sich aber Fahrgemeinschaften zu bilden? Mitfahrgelegenheiten sind eine kostengünstige, klimafreundlichere und meistens unterhaltsame Möglichkeit ans Ziel zu kommen. Kollegen sollten überlegen, ob sie sich für die tägliche Fahrt zur Arbeit zusammen tun können.
  • Mitfahrgelegenheiten gibt es nicht nur für Personen: Wenn Sie einige Gegenstände oder einzelne Möbel transportieren wollen, brauchen Sie dafür keinen ganzen Umzugswagen. Hier bietet sich die Möbel-Mitfahrgelegenheit an! Das sind Privatpersonen oder Umzugsspeditionen, die die gleiche Strecke fahren, auf die Sie ihre Möbel schicken wollen und die noch Platz für ihren Möbeltransport haben. So profitieren alle, das Fahrzeug ist ausgelastet, Sie zahlen weniger als für einen regulären Transport und die Umwelt wird geschont. Auch Sie können diesen Mitnahmeservice auf den spezialisierten Internetportalen anbieten, wenn Sie mit einem größeren Wagen unterwegs sind und noch Platz haben. Angebote und Gesuche finden Sie z. B. hier oder hier .
  • Sie planen ein (Gemeinde-)Fest und freuen sich auf zahlreiche Gäste? Noch größer kann die Freude sein, wenn diese klimaverträglich anreisen: Weisen Sie in der Einladung auf Anfahrtsmöglichkeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Rad hin und fordern Sie zur Bildung von Fahrgemeinschaften auf.
  • Hätten Sie gedacht, dass jährlich knapp 2,65 Millionen Tonnen CO2 eingespart würden, wenn nur zehn Prozent der deutschen Autofahrer alle Spritspartipps beherzigen und so ihren Kraftstoffverbrauch um 30 Prozent reduzieren würden? Verbraucher für’s Klima verrät, wie Sie Klima und Geldbeutel schonen können. 
  • Billige Flüge verführen: Warum nicht zum Kurzurlaub nach Spanien, wenn es doch fast „nichts“ kostet? Doch der Preis für ein Flugticket enthält leider nicht die Kosten für den Schaden am Klima. Ob Billigflieger oder Nobelairline, Flugreisen belasten das Klima in hohem Maß und sollten so weit wie möglich vermieden werden. Oft gibt es alternative Anreisemöglichkeiten, etwa mit der Bahn oder dem Reisebus. Manche Geschäftsreise lässt sich durch Telefonkonferenzen sogar ganz ersetzen – und ein entspanntes Wochenende in der Umgebung ist vielleicht erholsamer als der Kurztrip nach Spanien. Wer dennoch ums Fliegen nicht herumkommt, etwa weil das Reiseziel auf der anderen Seite des Atlantiks liegt, sollte den Grundsatz beherzigen: Seltener fliegen, länger bleiben. Und den Schaden durch Kompensationsmaßnahmen wenigstens begrenzen. Möchten Sie Ihrem Urlaub generell möglichst nachhaltig und bewusst gestalten, werden Sie mit vielen Labels konfrontiert werden, die ECOTRANS e.V., der EED und andere in dieser Broschüre (2014) erläutern.

 
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