Unsere Projekte

Die Ziele für Nachhaltige Entwicklung (SDG)

Alle Kompensationsprojekte der Klima-Kollekte unterstützen entweder den Ausbau erneuerbarer Energien
oder tragen zur Steigerung der Energieeffizienz bei. Die Projekte dienen dabei dem Klimaschutz und der Armutsbekämpfung vor Ort.
Unsere Projekte tragen so auch immer dazu bei, die von der UN definierten globalen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDG) zu erreichen.
Klimaschutz und Entwicklungszusammenarbeit sind in den Projekten untrennbar miteinander verbunden, denn unsere Projekte

• bauen Perspektiven durch dörfliche start-ups für Benachteiligte in armen Gegenden auf,
• stärken Frauen als Klein-Unternehmerinnen in der Dorfgemeinschaft,
• fördern die Gesundheit, sparen Energie und Zeit und
• unterstützen Partnerorganisationen beim Aufbau von sozialen Unternehmen, die zur finanziellen Eigenständigkeit beitragen sollen.

Projekttypen

Die Projekte dienen dabei nicht nur dem Klimaschutz, sondern tragen zur Armutsbekämpfung vor Ort bei. Die Klima-Kollekte nutzt verschiedene Projekttypen für die Kompensation. Kriterien für die Auswahl sind neben den Verbesserungen für die Bevölkerung (co-benefits) die Größe eines Projekts und damit die Menge eingesparter Emissionen, die Art eines Projektes (Energie-Effizienz oder erneuerbare Energien) und die geographische Lage.
Für die Kompensation werden Emissionseinsparungen zertifiziert nach dem Gold Standard genutzt. Diese sind zum Teil auch nach dem Clean Development Mechanism (Certified Emissions Reductions - CER) zertifiziert und entstammen ansonsten dem Freiwilligenmarkt (Voluntary Emission Reductions – VER).
2014 und 2015 wurde folgende Menge an Treibhausgasemissionen kompensiert: 16.573 t CO2 in den Projekten in Indien und 353 t CO2 in unserem Projekt in Nicaragua. Im Jahr 2016 hat die Klima-Kollekte insgesamt 27.101 Klimaschutzzertifikate stillgelegt: 26.338 Klimaschutzzertifikate stammen aus dem Projekt zum Bau von Biogasanlagen mit dem Partner SEDS. 763 Klimaschutzzertifikate entstammen aus dem Kleinstprojekt in Nicaragua. Weitere Zertifikate werden unterjährig stillgelegt.

Woher stammen die Zertifikate?

Die Zertifikate, die Klima-Kollekte für die Kompensationen verwendet, werden nicht am Markt erworben, sondern von den Gesellschaftern eingebracht. Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst, Fastenopfer, Misereor und die Nordkirche Weltweit verantworten die Klimaschutzprojekte in Ländern des Südens und setzen diese mit Hilfe ihrer Partnerorganisationen vor Ort um. Sie erhalten die Zertifikate, indem sie gemeinsam mit PartnerInnen vor Ort Emissionseinsparprojekte entwickeln und durchführen und/oder ihre Partnerorganisationen bei der Entwicklung und Durchführung finanziell unterstützen.
Die Klima-Kollekte profitiert hier von ihrer Anbindung an die Kirchen: So kann sie langjährige, gleichberechtigte Beziehungen zu Projektpartnern in den Entwicklungsländern und Schwellenländern nutzen. Derzeit führen wir Projekte in Indien, Kamerun (in Vobereitung), Kenia, Lesotho, Nicaragua und in Ruanda (in Vorbereitung) durch.

Kriterien und Zertifizierungsprozesse

Alle Projekte der Klima-Kollekte mit einer jährlichen CO2 Reduktion über 5.000 t CO2 sind Gold Standard zertifiziert.
Projekte mit einer jährlichen CO2 Reduktion unter 5.000 t CO2 müssen in Anlehnung an den Gold Standard entwickelt werden.

Energieeffiziente Kocher in Lesotho

Die überwiegende Fläche von Lesotho ist geprägt von Hochebenen, in denen bereits weite Teile des Buschwaldes abgeholzt sind. Klimawandel und Übernutzung der Ressourcen gefährden zusätzlich die Lebensgrundlagen.
Dies Projekt erfährt die erste Anschubfinanzierung aus dem Kleinstprojektefonds der Klima-Kollekte.

REDS - Photovoltaik Projekt in Indien

Die Dalits aus den Dörfern des Distriktes Tumkur, leben als „Unberührbare“ am Ende der gesellschaftlichen Hierarchie. Ihre seit Jahrhunderten übliche Diskriminierung äußert sich darin, dass sie vielerorts in separierten Siedlungen („colonies“) in einiger Entfernung vom Hauptdorf leben.

SEDS - Biogasanlagen in Indien

Der Distrikt Anantapur ist stark von Dürren gefährdet und seine natürlichen Ressourcen sind nahezu aufgebraucht. 98 % der ländlichen Bevölkerung nutzt zum Kochen Lehmöfen, die mit Holz befeuert werden, 90 % davon ist nicht erneuerbare Biomasse. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis das Holz aufgebraucht ist.

Energieeffiziente Herde in Kenia

Drei Viertel der kenianischen Bevölkerung bestreiten ihren Lebensunterhalt aus Landwirtschaft und Viehzucht und sind damit auf eine intakte Umwelt angewiesen. Klimawandel, Abholzung und die Übernutzung der Ressourcen gefährden ihre Ernährung. Gewisse Arbeitsmethoden verstärken die negativen Einflüsse. Dazu gehört das Kochen auf offenem Feuer: Es braucht viel Holz und fördert damit die Abholzung.