3 Monate ein Teil des Teams der Klima-Kollekte sein

Mein Praktikum bei der Klima-Kollekte habe ich mehr oder weniger auf Umwegen gefunden. Nach diesen drei Monaten kann ich aber nur feststellen, was für ein Glückspilz ich war, solch eine Praktikumsstelle zu finden:
 
CO2-Kompensation war mir zwar kein Fremdwort aber vor meinem Praktikum hatte ich mich nicht wirklich mit dem Thema beschäftigt. Ebenso wenig wusste ich von der Klima-Kollekte als ich zusagte für drei Monate nach Berlin zu ziehen. Mein Studium der Umweltingenieurwissenschaften hat mir zwar ein breites Wissensspektrum im Bereich des Umweltmanagements vermittelt, jedoch habe ich dieses vorher noch nie anwenden müssen. Meine Ausbildung und die Anforderungen und Aufgabenbereiche bei der Klima-Kollekte deckten sich nur in wenigen Bereichen. Daher kann ich ehrlich zugeben, dass ich in keinem anderen Praktikum so viel Neues lernen durfte wie in diesem.
 
Meine Tätigkeiten waren so vielfältig und gingen von der Aufarbeitung der Kontaktdaten bis zur Vertretung der Klima-Kollekte wie beispielsweise beim Kirchentag in Berlin. Stets wurde ich animiert Kongresse, Informationsveranstaltungen und Treffen von Fachgruppen zu dem Thema Klima zu besuchen. Durch die Teilnahme an solchen Veranstaltungen und den regen Wissensaustausch, nicht nur im Bereich der Kompensation, Emissionsvermeidung und -reduzierung, sondern auch im Bereich der Entwicklungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit, habe ich sehr viel gelernt. Denn gerne wird vergessen, dass die Klima-Kollekte als eine der wenigen Kompensationsfonds nur emissionsmindernde und armutsreduzierende Projekte anbietet. Wer sowas anbietet, muss sowohl über technisches Wissen im Hinblick auf innovative Energien und deren Einsparpotential verfügen, wie auch ein grundlegendes Wissen über die neusten Ansätze der internationalen Entwicklungszusammenarbeit haben. Ich hatte das Gefühl, dass die Mitarbeiterinnen der Klima-Kollekte mit ihrem Wissen ein Lexikon zu diesen Themen schreiben könnten.
 
Natürlich waren ab und zu gewöhnliche Praktikumstätigkeiten auf der Tagesordnung wie zum Beispiel das Aufbereiten der Kontaktdaten oder das Erstellen von Spendenzertifikaten. Diese habe ich aber sehr gerne ausgeführt, denn ich wurde stets nett wie eine „richtige“ Mitarbeiterin darum gebeten. Von meinem Studium aus hatte ich keinerlei Vorkenntnisse im administrativen Bereich und konnte daher durch sämtliche Aufgaben in diesem Wissen erlangen. Man vermittelte mir bei der Klima-Kollekte von allen Seiten das Gefühl Teil des Teams zu sein und schätzte selbst meine niveaulosesten Aussagen und Ideen. Gerne wurde ich zu meiner Meinung im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit gefragt, da ich mit meinen Vorschlägen auch eine jüngere Zielgruppe erreichen könnte. So durfte ich beispielsweise ein neues Klima- und Kompensationsquiz erarbeiten und mich auch bei Strategiemeetings wie beispielweise für den Relaunch der Website beteiligen.
 
Alles im allem bin ich sehr dankbar für die vielfältigen und spannenden Aufgaben, die ich für die Klima-Kollekte erledigen durfte. Ich wurde so liebevoll in das Team integriert, dass es mir schwerfällt die Klima-Kollekte und Berlin zu verlassen. Durch die drei Monate bei der Klima-Kollekte habe ich sehr viele neue Einblicke in den Bereich des Klimaschutzes und der Entwicklungszusammenarbeit gewonnen und kann jedem nur empfehlen ein Praktikum bei der Klima-Kollekte zu absolvieren.

Eleonore Hövel (B.Sc. Umweltingenieurwissenschaften)
 

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