Mein Praktikum bei der Klima-Kollekte

Was ist eigentlich Klimaschutz? Was bedeutet es zu kompensieren? Wie beeinflusst unser Lebensstil unser Umweltbewusstsein?
Seit ich ein paar Jahre im Einzelhandel gearbeitet hatte, habe ich mir öfter die Frage gestellt, ob und wie auch Mode unser Klima beansprucht. Nachdem ich mich daraufhin einige Zeit mit Produktionsstätten und –wegen befasst hatte, traf ich im Rahmen eines Seminars an meiner Uni Sina Brod, die damalige Referentin für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit bei der Klima-Kollekte.
Schnell war ich vom doppelten Ansatz der Organisation angetan: Einerseits, die Emissionen an CO2 in den teilweise ärmsten Ländern der Welt einzusparen, andererseits auch den Menschen mit den Klimaschutzprojekten vor Ort ein besseres Leben zu ermöglichen. So haben zum Beispiel die Dalits, die außerhalb der zentralen Dörfer in Indien leben und von der Gesellschaft ausgeschlossen sind, durch die gebauten Fotovoltaik-Anlagen wieder Zugang zu Wasser und Strom. Und ich war vor allem neugierig, wie eine Klimaschutzorganisation funktioniert und welchen Herausforderungen sie sich vielleicht stellen muss. Die Klima-Kollekte freut sich stets über jeden Interessierten und jeden, der sie unterstützen möchte. Nachdem ich Sina darauf ansprach, ob es möglich wäre, bei ihnen ein Praktikum, auch im Rahmen meines Studiums zu absolvieren, sagte sie mir begeistert, dass das überhaupt kein Problem sei. Nach einem kurzen Kennlerngespräch bei dem ich auch die anderen Mitarbeiter kennenlernte, wurde ich herzlich begrüßt.
Mein Highlight des Praktikums war der Gospelkirchentag in Braunschweig. Selten habe ich so viele Menschen an einem Platz gesehen, die sich gleichzeitig für etwas Gutes einsetzen wollen, sei es Klimaschutz oder Menschen- und Tierrechte. Aber genau diese Vielfalt zeigte mir in meinem gesamten Praktikum, wie uns das Thema Klima immer mehr beschäftigt und auch beschäftigen sollte. Denn natürlich ist es wichtig, dass große Organisationen und Firmen mit gutem Beispiel vorangehen und ihre Arbeit nachhaltiger gestalten, aber speziell Klimaschutz fängt bei jedem Einzelnen an. Und dabei muss man nicht einmal ein großes Projekt unterstützen, kleine Anfänge sind zum Beispiel getan, wenn man mehr Leitungswasser trinkt oder sein Wasser in Glasflaschen kauft, anstatt auf PET-Flaschen zurückzugreifen.
Auch für solche kleinen Fragen ist die Klima-Kollekte Ansprechpartner und somit für Praktikanten oder fest Angestellte eine tolle Möglichkeit mehr zum Thema Klima- und Umweltschutz zu lernen. Und auch das Planen von neuen Veranstaltungen in der Geschäftsstelle in Berlin hat mir großen Spaß bereitet. Ein Praktikum bei der Klima-Kollekte lohnt sich daher. Für Neueinsteiger, für Fortgeschrittene und für Interessierte. Jedem wird dort etwas geboten!