Christoph Püschner, Brot für die Welt

Solarlicht im Haus

SMARTD, Lesotho

Frauen mit neuem Save-80-Kocher in Lesotho

Louis Nderi, Fastenopfer

Energie-Effizienter Herd in Kitui, Kenia

Louis Nderi, Fastenopfer

Kochen mit energie-effizientem Herd in Kitui, Kenia

Christoph Püschner, Brot für die Welt

Biogasanlage im Bau in Bagepalli, Indien

Christoph Püschner, Brot für die Welt

Sauberes Kochen mit Biogas in Bagepalli, Indien

Louis Nderi, Fastenopfer

Bau eines energie-effizienten Herdes aus Lehm in Kitui, Kenia

Pro Climate International, Kamerun

Vorstellung der Kochtaschen in Buea, Kamerun

Kompensationsinstrumente

Praktisch funktioniert Kompensation über so genannte „Zertifikate“. Ein Zertifikat entspricht in der Regel einer Tonne CO2. Wer ein solches Zertifikat besitzt oder erwirbt, ist gewissermaßen berechtigt, eine Tonne Treibhausgase auszustoßen. Man spricht daher auch von „Emissionsrechten“. Für Kompensationen bzw. den Handel mit Emissionszertifikaten aus Klimaschutzprojekten unterscheidet man grundsätzlich zwei Arten:

1. Staatliche Ebene im Rahmen des Kyoto-Protokolls
(Verpflichtungsmarkt)
Drei „flexible Mechanismen“, namentlich Emissionshandel, Clean Development Mechanism (CDM) und Joint Implementation (JI) stehen den Unterzeichnerstaaten zur Verfügung, um ihre Reduktionsziele zu erreichen und den Handel mit Emissionsrechten zu ermöglichen. Der Handel mit Emissionsrechten wird als „regulierter Markt“ bezeichnet, da er z.B. in der EU von derselben bzw. den Mitgliedsländern und im CDM von dem CDM Exekutivrat (Executive Board), einer Behörde der Vereinten Nationen, gesteuert und kontrolliert wird. Klimaschutzprojekte, die auf dieser Ebene Zertifikate verkaufen möchten, müssen zuvor von dieser Behörde anerkannt werden. Solche Projekte generieren Zertifikate, die im CDM-Register geführt werden.


Die Europäische Union hat ein Emissionshandelssystem (European Trading System) für die Energiewirtschaft und andere Industrien eingeführt. Am europäischen Emissionshandel beteiligte Unternehmen erhalten dem Nationalen Allokationsplan ihres Landes entsprechend ein „Schadstoff-Budget“. Die erlaubte Emissionsmenge ist auf eine Obergrenze festgelegt, die nach und nach verringert wird. Jedes Unternehmen darf nur soviel klimaschädliches Kohlendioxid ausstoßen, wie es Zertifikate besitzt.

Überschreitet der Ausstoß eines Unternehmens die ihm zugeteilten Emissionsrechte hat der Betrieb drei Möglichkeiten:

  • Maßnahmen zur CO2-Verringerung ergreifen
  • Kauf von Zertifikaten von anderen am Emissionshandel beteiligten Unternehmen im In- und Ausland, die diese nicht benötigen
  • Erwerb von Zertifikaten aus Klimaschutzprojekten im Ausland, die über das Instrument Clean Development Mechanism entstehen

2. Freiwilligenmarkt
Die hier verkauften Emissionsreduktionen können nicht im Rahmen des offiziellen Emissionshandels verkauft oder erworben werden, wenn sie nicht zusätzlich über eine Zertifizierung nach dem CDM-Standard verfügen. Die Projekte unterscheiden sich in ihrer Bandbreite und Qualität. Die Zertifikate von Projekten, die nicht nach dem CDM-Standard sondern nach anderen Standards wie Gold Standard zertifiziert sind, werden als Verified Emission Reductions –VERs bezeichnet. Auf dem freiwilligen Markt verkaufen Projekte ihre Zertifikate an Einzelpersonen, Gemeinden und Landeskirchen, Organisationen und Institutionen, die nicht verpflichtet sind, ihre Emissionen auszugleichen, sondern dies aus eigenem Antrieb machen. Dafür können sie sowohl die CERs als auch die VERs nutzen.

Kriterien für eine nachhaltige Kompensation

Für die Beurteilung von Kompensationsanbietern und – angeboten sollten eine Reihe von Kriterien berücksichtigt werden, die sicherstellen, dass tatsächlich ein Ausgleich der entstandenen Emissionen in voller Höhe stattfindet und die Kompensationsprojekte einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten. Denn gleicht eine Kompensation zwar Emissionen aus, hat aber auch schädliche soziale oder ökologische Auswirkungen, so wird aus dem Beitrag zum Klimaschutz schnell eine Ursache neuer Umwelt- und Entwicklungsprobleme. Die Projekte der Klima-Kollekte folgen einem hohen ethischen Standard: Sie fördern die
Armutsbekämpfung, unterstützen Minderheiten, beachten Geschlechtergerechtigkeit und unterstützen Bildung und Gesundheit vor Ort.

Jetzt CO2-Emissionen berechnen und kompensieren