Johann Thaler

energieeffiziente Öfen in Tansania

Situation in der ländlichen Region und Projektaufbau in Tansania

Kagera hat gut zwei Millionen Einwohner, die meisten davon leben von kleinbäuerlichen Aktivitäten oder Fischerei. 90% der Haushalte in der Region sind auf Feuerholz oder Holzkohle als Hauptenergiequellen fürs Kochen angewiesen. Das Kochen auf den traditionellen, offenen Feuerstellen führt zu starken Rauchemissionen, die gesundheitsschädlich sind und die benötigten großen Mengen an Holz führen zur Waldrodung. Außerdem ist der Erwerb von Feuerholz bzw. Holzkohle meist teuer für die Familien.

Die KCU begann ihre Initiative der energieeffizienten Kocher nachdem ein ähnliches Projekt in dem Nachbarland Malawi ein großer Erfolg war. Experten aus Malawi bilden jetzt sowohl in der Herstellung als auch der effektiven Nutzung der Kocher aus. Durch das Projekt sollen 550 energieeffiziente Kocher hergestellt und für geringe Preise an die Haushalte verkauft werden. Haushalte, die die Kocher in Anspruch nehmen, werden von der KCU geschult und im Laufe seiner Nutzung weiterhin betreut.

Vorteile den energieeffizienten Kocher

Die aus Lehm selbst gebauten Kocher sind um mehr als 20% effizienter und energiesparender als herkömmliche offene Kochstellen bzw. Kocher. Die energieeffizienten Kocher haben eine erwartete Lebensdauer von vier Jahren und sind danach bei Interesse ersetzbar. Die Frauen sind fortan weniger Rauch ausgesetzt und ihre gesundheitliche Situation verbessert sich  - das ist ein weiterer Vorteil der Kocher. Durch die gesparten Ressourcen können sich Familien andere wichtige Lebensgrundlagen leisten und haben mehr Zeit für sich und die Familienmitglieder. Durch die Ausbildung erlangen Gemeindemitglieder außerdem Fähigkeiten, die auch nach Ablauf des Projektes eingesetzt werden können. Damit trägt das Projekt neben Klimaschutz auch zum gesellschaftlichen Wohlergehen bei. 

Projektland

Tansania, Tansania

Projektart

Energieeffizienz

Beitrag zu den SDG

Unser Partner

Das Ofenprojekt in Tansania wird mit unseren Partnern gepa und El Puente in Kooperation mit ihrem Handelspartner für Kaffee, der Kagera Coffee Union (KCU) durchgeführt. Vor Ort werden die Bauern von landwirtschaftlichen Beratern der KCU gefördert und vor allem in technischen Fragen beraten.

Weitere Infos unter https://www.youtube.com/watch?v=GQwQkl9IJD0

 

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