energieeffiziente Kochstellen und sauberes Trinkwasser mit Wasserfiltern in Ruanda

In der Südprovinz von Ruanda besitzen die meisten Menschen keine oder nur vereinzelt eine angemessene Versorgungsstruktur. Üblicherweise kocht die Bevölkerung traditionell auf offenen Feuerstellen mit Holz oder Kohle. Dies führt zu einer sehr hohen Abholzungsrate und greift stark in das lokale Ökosystem ein.

Das Beschaffen von Brennmaterial ist mit einem hohen Zeitaufwand und Anstrengungen verbunden. Aus den starken Rauchemissionen der innenliegenden offenen Feuerstellen entstehen erhebliche Gesundheitsbelastungen insbesondere für Frauen und Kinder. Erschwerend stellen die im verunreinigten Wasser übertragbaren Krankheitserreger eine zusätzliche gesundheitliche Belastung dar. Ziel ist es mit dem Bau von 6.000 Kochstellen und der Verteilung von 6.000 Wasserfiltern diesen beiden Aspekten entgegenzuwirken.

Vorteile der energieeffizienten Kochstellen

Mit den energieeffizienten Kochstellen verbrauchen die Familien ca. 45 % weniger Feuerholz oder Holzkohle verglichen mit herkömmlichen Feuerstellen. Der geringere Holzbedarf wirkt der Abholzung entgegen und verkürzt den Zeitaufwand für die Holzsuche. Durch die höhere Effizienz wird beim Kochen bis zu 23,5 % Zeit eingespart. Dies ermöglicht es den Menschen sich anderen Tätigkeiten zuzuwenden. Zudem verringert sich die Rauchentwicklung durch die energieeffizienten Kochstellen und reduziert die gesundheitliche Belastung für Atemwege und Augen.

Die innerhalb des Projektes obendrein ausgegebenen Wasserfilter ermöglichen sauberes Trinkwasser und verbessern somit die Gesundheitslage zusätzlich. Da die Wasserfilter das Aufkochen des Wassers substituieren, können an dieser Stelle weitere Emissionen eingespart werden. Diese werden jedoch nicht bei den berechneten Emissionseinsparungen berücksichtigt, da sie schwer kalkulierbar sind.

Projektland

Ruanda

Projektart

Energieeffizienz

Beitrag zu den SDG

Unser Partner

Rural Development Interdiocesan Service (RDIS) ist eine Organisation zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung in vier Diözesen der anglikanischen Kirche von Ruanda: Butare, Cyangugu, Kigeme und Shyogwe. Lokale Gemeindemitglieder werden mobilisiert, um ihre Gemeinschaft zu entwickeln und sich so selbst aus der Armut zu befreien.

www.rdis.co.rw

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