Berliner Missionswerk

erneuerbare Energien mit Biogas in Kuba

Situation in der ländlichen Region und Projektaufbau in der östlichen Provinz Kubas

Das östliche Kuba ist eine der besonders benachteiligten Provinzen Kubas dessen Einwohner Einnahmen auf Basis kleinbäuerlicher Viehzucht generieren. Die Mehrheit der Haushalte in der Region ist auf den staatlich bereitgestellten Strom angewiesen. Kuba importiert mehr als 50% seines Stroms aus dem Ausland, was es für die Endverbraucher teuer und unzuverlässig macht. Aus diesem Grund verwenden die meisten Menschen der Region Brennholz und Holzkohle als Ersatz. Die Entwaldung, die durch die Verwendung von Brennholz und Holzkohle entsteht, ist schädlich für die Umwelt, zudem ist die Verwendung von offenen Feuern eine Gefahr für die Gesundheit der Nutzer. Die lokalen Partnerorganisationen Centro Lavastida und CCRD kooperieren mit dem Berliner Missionswerk, um die Kleinbauern in den ländlichen Gebieten mit Biogasanlagen auszustatten. Alle für die Anlagenfertigung benötigten Materialien werden von den Partnerorganisationen bereitgestellt, nur bei der Errichtung der Anlagen leisten die Einheimischen Hilfe. Insgesamt sind 25 Anlagen geplant. Die Klima-Kollekte unterstützt das Projekt mit 20.000 €.

Vorteile der Biogasanlagen

Der Gebrauch von Biogasanlagen mindert die Abhängigkeit vom teuren Strom und ersetzt gesundheitsschädlichen Rauch aus Holz und Holzkohle. Das eingesparte Geld kann auf andere Weise investiert werden und die gewonnene Zeit mit Familien verbracht werden. Eine Biogasanlage leistet 12 KWh, kann bis zu acht Personen mit Strom versorgen und spart damit 1.3 ha an Wald ein, das entspricht 6,5 t CO2/Jahr.  Überdies sind die Reste nach der Gärung ein hochwertiger Bio-Dünger für die Böden

Projektland

Kuba

Projektart

erneuerbare Energien

Beitrag zu den SDG

Unser Partner

Das Berliner Missionswerk beherbergt unter anderem den Arbeitsbereich des kirchlichen Entwicklungsdienstes (KED) der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Dies ist das entwicklungspolitische Fachreferat der Landeskirche. Ziel der Arbeit ist die Verankerung der Thementrias des Konziliaren Prozesses für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung im kirchlichen Leben von der Gemeinde bis zur Landeskirche, von der Kita bis zur Akademie. Kirchliche Entwicklungszusammenarbeit ist dabei immer an den Erfahrungen, Kompetenzen und Bedürfnissen der ökumenischen Partnern im Globalen Süden orientiert, wie hier dem Centro Lavastida Santiago de Cuba und dem Centro Cristiano de Réflexion y Diálogo, Cardenas.

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