Energieeffiziente Kochherde in Uganda

Aktuelles:

Am 10. Und 11. September fand eine Schulung zu den energieeffizienten Kochherden statt. Zu den Teilnehmenden gehörten Maddo-Mitarbeitende, KleinbäuerInnen sowie OfenbauerInnen, die in die technischen Details, Baumaterialien sowie Konstruktion und Wartung geschult wurden. Schulungen haben nicht nur einen positiven Effekt auf die effiziente Nutzung des Kochherdes, sondern bringen auch Haushalte zusammen, die sich über Erfahrungen und Wissen austauschen können.

 

Situation in der ländlichen Region von Uganda und Projektaufbau

In Uganda stellt Holz die wichtigste Energiequelle dar. Ein Großteil der Haushalte in ruralen Gebieten, kocht mit Feuerholz. Mit dem steigenden Bevölkerungswachstum in Uganda, geht auch eine erhöhte Nachfrage nach Ressourcen einher und die Abholzung schreitet weiter voran. Dabei wird durch Waldrodung nicht nur die sozio-ökonomischen Funktionen des Lebensraumes „Wald“ bedroht, sondern auch der Klimawandel verstärkt und maßgeblich zum anthropogener Treibhausgaseffekt beigetragen. Zudem sind die traditionellen, offenen Kochstellen nicht nur ineffizient, sondern führen häufig zu Atemwegserkrankungen. Da Frauen und Kindern meistens das Kochen übernehmen, haben vor allem sie mit schweren Folgen für die Gesundheit zu kämpfen.

Um auch in der Zukunft, die wachsende Nachfrage nach einer Energiequelle zu bedienen, ohne dabei die Abholzung voran zu treiben, wurde das Projekt „energieeffiziente Kochherde in der Region Masaka, Uganda“ ins Leben gerufen. Die energieeffizienten Kochherde reduzieren den Verbrauch von Brennholz. Um eine nachhaltige Ressourcennutzung in Uganda zu erreichen, hat HORIZONT3000, Gesellschafterhaus der Klima-Kollekte, zusammen mit der Partnerorganisation Caritas MADDO das Klimaschutzprojekt in der Region Masaka implementiert.

Das Projekt verfolgt einen mehrdimensionalen Ansatz, bei dem neben der Einsparung von CO2-Emissionen, auch der Aufbau zukunftsfähiger lokaler Strukturen sowie Schaffung nachhaltiger Einkommensmöglichkeiten und damit eine Überwindung der materiellen Armut ermöglicht wird.

Den Frauen steht die eingesparte Zeit für andere wichtige Tätigkeiten zur Verfügung und das Haushaltsbudget wird merkbar entlastet. Des Weiteren werden die energiesparenden Herde lokal produziert und gewartet. Dadurch schafft das Projekt Arbeitsplätze und stärkt zusätzlich die lokalen Wirtschaftskreisläufe. Damit trägt das Projekt neben Klimaschutz auch zum gesellschaftlichen Wohlergehen bei. Neben den Vorteilen für Gesundheit, Zeit- und Familienbudget, werden mit der lokalen Bevölkerung Tools erarbeitet und Mechanismen geschaffen, wie z.B. der Aufbau eines Carbon Teams, dass die erfolgreiche Projektdurchführung begleitet.

Um eine Veränderung auf lokaler Ebene zu erreichen, werden in dem Projekt lokale Stakeholder eingebunden. Die Herde wurden zum einen extern von CREEC, einem im Uganda ansässigen Unternehmen, überprüft und zum anderen werden sie jetzt durch 25 Familien ca. 2 Monate lang auf ihre Akzeptanz getestet. Die Haushalte können ihre Bedürfnisse und Kochgewohnheiten in die Auswahl der Herde einfließen lassen und EndnutzerInnen die Qualität der Kochherde einschätzen. So findet partizipativ und auf Augenhöhe eine Beurteilung der Nutzbarkeit sowie Akzeptanz des ausgewählten Kochherds statt. Ab April 2020 erfolgt dann die Installierung von 2.000-3.000 energieeffizienten Kochherden bei interessierten Familien im ländlichen Raum der Region. Ein Herd spart durchschnittlich etwa 3,8 t CO2 und 40% Feuerholz pro Jahr ein.

 

 

Projektland

Uganda, Uganda

Projektart

Energieeffizienz

Beitrag zu den SDG

Unser Partner

Unsere Partnerorganisation Caritas MADDO (MASAKA DIOCESAN DEVELOPMENT ORGANISATION) bietet soziale Dienste und Entwicklungsarbeit in der Diözese Masaka an. Es gibt 49 Entwicklungskomitees in den Pfarreien der Diözese, die die MADDO-Aktivitäten koordinieren. Zusätzlich sind die Haushalte sind in Gruppen organisiert.

Caritas MADOO arbeitet in den Bereichen soziale Entwicklung, Finanzen, Sozialarbeit, Landwirtschaft, Gesundheit, Wasser und Abwasser im Einklang mit der ländlichen Entwicklung.

Weitere Infos unter http://www.caritasmaddo.com/

 

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