Unterschätzte Solidarität: Menschen sind weltweit bereit für Klimaschutz zu zahlen

Ein neuer Bericht der Universität Bonn enthüllt, dass ein überraschend hoher Anteil der globalen Bevölkerung, nämlich 69%, gewillt ist, für den Kampf gegen den Klimawandel finanziell beizutragen. Sie würden sogar ein Prozent ihres Einkommens dem Klimaschutz widmen. Noch beeindruckender ist, dass 86% der Menschen weltweit Maßnahmen zur Bekämpfung der Erderwärmung unterstützen, während 89% sich für ein stärkeres Engagement ihrer Regierungen in diesem Bereich aussprechen. Diese Ergebnisse offenbaren eine weit verbreitete Solidarität und ein Engagement für den Planeten, das oft unterschätzt wird. Die Studie zeigt auf, dass viele Menschen die Bereitschaft ihrer Mitmenschen zum Handeln gegen den Klimawandel unterschätzen, was wiederum dazu führen kann, dass sie selbst zögern, aktiv zu werden. Diese Fehleinschätzung könnte also potenziell dazu beitragen, dass der Einsatz für den Klimaschutz gebremst wird. Interessanterweise variiert die Bereitschaft, sich finanziell zu engagieren, je nach Land, wobei Länder wie Deutschland, Polen, Brasilien und Indien eine mittlere Position einnehmen. Professorin Ilona Otto, eine Expertin für die gesellschaftlichen Auswirkungen des Klimawandels an der Universität Graz, äußerte sich optimistisch zu den Umfrageergebnissen und betonte die Wichtigkeit, dass weltweite Führungskräfte und Entscheidungsträger den Wünschen der Mehrheit ihrer Bürger Gehör schenken sollten.

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