Rückblick auf die COP30 in Belém
Die 30. Weltklimakonferenz (COP30) ist am 22. November 2025 nach intensiven Verhandlungen in Belém, Brasilien, zu Ende gegangen. Die Erwartungen an einen Durchbruch beim globalen Ausstieg aus fossilen Energien wurden nicht erfüllt: Ein verbindlicher Fahrplan konnte nicht beschlossen werden. Stattdessen einigten sich die Staaten lediglich auf freiwillige Initiativen, um die Klimaschutzanstrengungen zu beschleunigen. Blockaden durch öl- und gasreiche Länder verhinderten eine ambitionierte Einigung.
Positive Ergebnisse gab es dennoch:
- Brasilien initiierte den Fonds „Tropical Forests Forever Facility“ zum Schutz der Regenwälder. Mehrere Staaten, darunter Deutschland, Norwegen und Indonesien, sagten substanzielle Beiträge zu.
- Die Klimaanpassungsfinanzierung für besonders betroffene Länder soll bis 2035 verdreifacht werden – ein wichtiger Schritt für den Globalen Süden.
- Zudem wurde die Förderung von Informationsintegrität beschlossen, um Umweltjournalist:innen und Wissenschaftler:innen besser vor Desinformation zu schützen.
Trotz einzelner Fortschritte bleibt die COP30 hinter den Erwartungen zurück. Ein verbindlicher Ausstieg aus fossilen Energien konnte nicht beschlossen werden, obwohl mehr als 80 Staaten einen klaren Fahrplan zur Dekarbonisierung unterstützt hatten. Öl- und gasreiche Länder blockierten eine Einigung. Auch bei der Klimafinanzierung gibt es offene Fragen. Zwar wurde die Verdopplung der Anpassungsfinanzierung bis 2035 angekündigt, doch neue Mittel fehlen weitgehend und viele bestehende Zusagen wurden lediglich, ohne konkrete Zeitpläne, bestätigt.
Die COP30 hat gezeigt: Die internationale Klimapolitik steht weiterhin zwischen Dynamik und Blockade. Fortschritte bei Anpassung und Waldschutz sind wichtig, doch ohne klare Schritte zur Dekarbonisierung bleibt das 1,5-Grad-Ziel in Gefahr. Die nächste COP31 in Antalya (Türkei) wird entscheidend sein, um die Ambitionslücke zu schließen.