Das Fliegen umweltschädlich ist, ist bekannt... wie lässt sich darüber hinaus der CO2 Ausstoß reduzieren?

weiterlesen

Was ist ein ökologischer Fußabdruck und wie ist es möglich ihn zu berechnen?

weiterlesen

Klimafreundlich mobil

Wir alle wissen zwar, dass Fahrradfahren oder laufen umweltfreundlicher als Autofahren oder fliegen sind. Doch wie sieht es mit der Umsetzung aus? Wenn Sie Kurzstrecken mit dem Fahrrad anstelle des Autos zurücklegen, tut das dem Klima gut. Auch die Fahrt mit der Straßenbahn oder dem Bus schneidet deutlich besser ab als die Nutzung des privaten Autos. Überlegen Sie sich, wie Sie in Ihrem Alltag darauf noch mehr achten können. Etwa die Hälfte aller Autofahrten sind kürzer als 5 Kilometer. Wie sieht Ihre eigene Bilanz aus?

Fahrgemeinschaften bilden

Ihre Arbeitskollegin wohnt ein paar Straßen entfernt von Ihnen? Sie planen ein Verwandtschaftstreffen auf dem Land? Wegen schlechter Anbindung an ÖPNV müssen sie täglich pendeln?

Gerade in ländlichen Regionen gibt es viele Möglichkeiten und viel Bedarf für Fahrgemeinschaften; sei es für den täglichen Weg zur Arbeit, sei es zum abendlichen Vereinstreffen im Nachbardorf.

Spritsparend unterwegs

Frühzeitig in höhere Gänge schalten und niedrigtouriges Fahren vermindern den Kraftstoffverbrauch. Vorausschauendes Fahren reduziert Bremsvorgänge. Außerdem ist schnelles Fahren besonders klimaschädlich, da bei hoher Geschwindigkeit der Spritverbrauch erheblich steigt. Machen Sie doch mal einen Kurs in spritsparendem Fahren – das tut nicht nur dem Klima gut, sondern schont auch Ihren Geldbeutel. Weitere Infos zu dem Thema gibt es u.a. beim Verkehrsclub Deutschland.

In vielen Autos sammeln sich über die Zeit viele Gegenstände im Koffer- und Innenraum. Dieses unnötige Gewicht erhöht den Spritverbrauch. Daher versuchen Sie auch auf der Fahrt in den Urlaub auf unnötiges Gepäck zu verzichten. Als Faustregel gilt 100kg mehr Gewicht benötigen ca. einen halben Liter mehr Sprit pro 100 km. Besonders Dachgepäck ist spritzehrend. Also den Dachgepäckträger lieber im Keller lagern als auf dem Autodach.

Energiesparreifen vermindern die Reibung und sorgen dadurch für einen verringerten Spritverbrauch. Außerdem sollte auf den richtigen Reifendruck geachtet werden und die Winterreifen nicht zu lange montiert sein, da sie eine höhere Reibung als Sommerreifen besitzen.

Schalten Sie jede Elektronik im Auto, die Sie nicht unbedingt benötigen aus. Wer ganzjährig möglichst wenig Elektronik nutzt (z.B. auch Sitzheizung) schont die Starterbatterie, deren Schwäche immer noch Hauptgrund bei Autopannen ist. Klimaanlagen sind zwar bei extrem heißen Temperaturen hilfreich, um konzentriert bleiben zu können, aber jedes Grad wärmer bedeutet weniger Energie und weniger höchst klimaschädliche Kühlungsflüßigkeit. In den meisten Autoklimaanlagen ist das Mittel Thetrafluorethan. Der Effekt aufs Klima ist über 1.000mal höher als bei der Nutzung von CO2 zur Kühlung, womit seit ein paar Jahren experimentiert wird. Wenn Sie eine Klimaanlage haben, nutzen Sie diese nur, wenn offene Fenster wirklich nicht ausreichen, kühlen Sie maximal 6 Grad unter Außentemperatur und lassen Sie die Klimaanlage und den Kältemittelstand regelmäßig prüfen. Mehr Informationen zu Klimaanlagen im Auto gibt es z.B. unter www.autoklimaanlage.info oder beim Umweltbundesamt.

Car Sharing – eigenes Auto abschaffen

Wer nicht aufs Autofahren verzichten will, für den bietet sich eine kostengünstige Alternative, um trotz PKW umweltfreundlicher unterwegs zu sein. Im Durchschnitt ersetzt ein Carsharing-Fahrzeug nämlich etwa vier bis acht private PKWs; in der Innenstadt sogar bedeutend mehr, da dort fast 80 % der NutzerInnen kein eigenes Auto besitzen. Dies bedeutet, dass weniger Neuwagen produziert werden müssen, um den Bedarf der AutofahrerInnen zu decken. Vielerorts in Deutschland ist es möglich, sich nach Zahlung einer Jahresgebühr einen Wagen für einen vereinbarten Zeitpunkt auszuleihen. Oder solche Autos stehen in Ihrer unmittelbaren Nähe ohnehin, warten auf Sie und lassen sich per Smartphone-App ganz einfach nutzen. Geteilte Autos bedeutet optimierte Nutzung und freut das Klima. Außerdem sparen Sie Zeit und Nerven für Reparaturen, TÜV und oft müssen Sie auch weniger lang nach Parkplätzen suchen.

Natürlich Urlaub mit Bus und Bahn

Wenn im Alltag Rad und ÖPNV bereits die erste Priorität sind, können Sie dies noch auf Ihre Urlaubsplanung ausweiten. Muss es ein Ort sein, zu dem Sie nicht mit Rad oder per Zug/Bus hinkommen? Was sind mögliche Alternativen oder wo gäbe es Kompromisse? Die Mobilität verursacht laut Weltorganisation für Tourismus (UNWTO) bei Urlaubsreisen zwei Drittel der CO2-Emissionen. Ein Großteil davon lässt sich durch die Entscheidung für Bus und Bahn bei der Anreise und Mobilität vor Ort einsparen.

Nationalparke, Naturparke und Biosphärenreservate vom Alpenraum bis zum Wattenmeer arbeiten in der Kooperation daran, dass Tourismusangebote mit klimafreundlichen Mobilitätskonzepten verknüpft werden (z.B. Fahrtziel Natur). Die Anreise beginnt mit der Bahn bereits klimafreundlich und vor Ort bieten Ihnen viele der Natur-Gebiete sogar die kostenlose Nutzung des ÖPNV mit einer Gästekarte an. So können Sie vor Ort flexibel und umweltfreundlich Ausflüge und Wanderungen unternehmen und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten. Gerade wenn relativ wenig Zeit ist, bietet es sich an, die nähere Umgebung zu erkunden. Wenn Sie also Ihren Kurztrip ohne Flugzeug oder Auto, sondern mit Bahn oder Fahrrad planen, haben Sie schon etwas für das Klima getan. Weiterhin lassen sich auch viele Destinationen ohne Flugzeug oder PKW erreichen. Haben Sie mal darüber nachgedacht, Mallorca per Bahn (bis Barcelona) und Schiff zu befahren oder nach Paris mit dem Nachtzug zu fahren? Inspirationen bietet z.B. vertraeglich-reisen.de

Urlaubszeit: Campingzeit

Eine Übernachtung in einem Hotel verursacht eine Menge CO2. Dies liegt unter anderem am deutlich höheren Wäscheaufkommen. Außerdem verbrauchen moderne Hotelanlagen in heißeren Ländern eine Menge Wasser, das in diesen Regionen häufig ohnehin schon knapp ist. Verbringen Sie doch mal einige Nächte in einem Zelt. Das spart CO2 und bringt Sie der Natur ein Stück näher. Wenn Sie sich doch fürs Hotel entscheiden, achten Sie darauf, dass Ihre Unterkunft ein GTSC (Global Sustainable Tourism Council) anerkanntes Siegel hat. Herbergen oder Hotels mit Biosiegel können hier eine Alternative sein.

 

Interessante CO2 -Spartipps für weitere Bereiche des Lebens finden Sie hier: https://klima-kollekte.de/vermeiden-reduzieren/co2-spartipps

Jetzt CO2-Emissionen berechnen und kompensieren