In der östlichen Provinz Oriente in Kuba werden kleinbäuerliche Haushalte durch den Einsatz von Biogasanlagen dabei unterstützt, ihre Energieversorgung vielseitiger und verlässlicher zu gestalten. Die Anlagen nutzen vorhandene Ressourcen und tragen dazu bei, den Einsatz von Brennholz und Holzkohle zu reduzieren.
Quick Facts
Beitrag zu den SDGs
Situation vor Ort
In der ländlich geprägten Provinz Oriente ist die Energieversorgung vieler Haushalte stark von externen Faktoren abhängig. Strom ist nicht immer zuverlässig verfügbar und für viele Familien mit hohen Kosten verbunden.
Daher greifen viele Haushalte auf Brennholz und Holzkohle zurück. Diese Energieformen sind jedoch mit einem hohen Ressourcenverbrauch verbunden und führen zu Rauchentwicklung beim Kochen. Gleichzeitig steht die Nutzung von Holz in engem Zusammenhang mit dem Zustand lokaler Wälder.
Projektansatz
Das Projekt wird von den lokalen Organisationen Centro Lavastida und CCRD umgesetzt, die mit dem Berliner Missionswerk kooperieren. Ziel ist es, kleinbäuerliche Haushalte mit Biogasanlagen auszustatten und so eine alternative Energiequelle nutzbar zu machen.
Die Anlagen werden aus bereitgestellten Materialien errichtet, während die Haushalte selbst am Aufbau beteiligt sind. Insgesamt sind 25 Biogasanlagen geplant. Sie ermöglichen die Nutzung organischer Reststoffe zur Energiegewinnung und ergänzen bestehende Energieformen im Alltag.
Zusammenarbeit und lokale Verankerung
Die Umsetzung erfolgt gemeinsam mit den beteiligten Haushalten, die aktiv in den Aufbau der Anlagen eingebunden sind. Dadurch entstehen praktische Kenntnisse im Umgang mit der Technologie, die langfristig genutzt werden können.
Das Projekt wird durch Mittel des Kleinstprojektefonds der Klima-Kollekte unterstützt, der gezielt Initiativen in Regionen fördert, die bislang weniger Zugang zu finanzieller Unterstützung haben.
Wirkung für Menschen und Umwelt
Die Nutzung von Biogasanlagen trägt dazu bei, den Bedarf an Brennholz und Holzkohle zu verringern. Gleichzeitig entsteht eine Energiequelle, die auf vorhandenen Ressourcen basiert. Im Alltag ergeben sich verschiedene Veränderungen: Die Rauchbelastung durch traditionelle Energieträger nimmt ab, während sich die Energiekosten reduzieren können. Zusätzlich entstehen Nebenprodukte wie organischer Dünger, die in der Landwirtschaft genutzt werden können.
Was sich im Alltag ändert
Gesundheit & Sicherheit
Die Nutzung von Biogas reduziert den Einsatz von Holz und Holzkohle. Dadurch entsteht weniger Rauch im Haushalt, was die Luftqualität verbessert.
Zeit für andere Aufgaben
Das Holzsammeln entfällt. Die gewonnene Zeit können die Kleinbauernfamilien in die Pflege ihrer Tiere, den Anbau von Lebensmitteln oder in das gemeinsame Familienleben investieren.
Umwelt, Wälder & Klima geschützt
Eine Biogasanlage rettet jährlich etwa 1,3 Hektar Wald vor der Abholzung und spart dabei rund 6,5 Tonnen schädliches CO2 ein. Das schützt die kubanische Natur nachhaltig und leistet einen messbaren Beitrag zum globalen Klimaschutz.
Lokale Wertschöpfung
Die Haushalte sind aktiv am Bau der Biogasanlagen beteiligt und erwerben praktische Kenntnisse im Umgang mit der Technologie. Ausgaben für Energie und Holzkohle werden eingespart. Zudem liefert die Anlage ganz nebenbei einen hochwertigen Bio-Dünger, der die Erträge in der eigenen Landwirtschaft steigert und teuren Kunstdünger ersetzt.
Stimme aus dem Projekt

Durch die neuen Anlagen haben wir endlich eine verlässliche Energiequelle, die uns nichts kostet außer der Arbeit, die wir ohnehin mit unseren Tieren haben. Unsere Küchen sind rauchfrei und unsere Felder profitieren vom neuen Bio-Dünger.
— Rückmeldung aus der Projektgemeinde
So funktionieren die Biogasanlagen
Transparenz: Register & Dokumente
Dieses Vorhaben wird aus dem speziellen Kleinstprojektefonds der Klima-Kollekte mit einer Summe von 20.000 Euro unterstützt. Da es sich um ein lokales Kleinprojekt handelt, erfolgt die Überprüfung und Dokumentation der positiven Klima- und Entwicklungswirkungen in enger Abstimmung mit den verlässlichen kirchlichen Projektpartnerorganisationen vor Ort.
Wenn Sie tiefer ins Projekt einsteigen möchten, finden Sie hier Projektunterlagen und Erfahrungsberichte.
Unsere Partnerorganisation
Dieses Projekt ist ein starkes Zeichen internationaler ökumenischer Zusammenarbeit. Das Berliner Missionswerk kooperiert dabei eng mit seinen Partnern im Globalen Süden, insbesondere dem Centro Lavastida in Santiago de Cuba und dem Centro Cristiano de Reflexión y Diálogo (CCRD) in Cardenas. Die kirchliche Entwicklungszusammenarbeit orientiert sich strikt an den konkreten Bedürfnissen der Menschen vor Ort und verankert die Themen Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung in handfesten, lebensverbessernden Projekten.








