In ländlichen Regionen der Countys Kitui, Nyeri, Machakos und Laikipia entwickelt und verbreitet Caritas Kitui gemeinsam mit den Gemeinden energieeffiziente Kochstellen. Die lokal gebauten Herde reduzieren Rauchbelastung und Brennholzverbrauch und tragen dazu bei, Alltag und Umweltbelastungen nachhaltig zu verbessern.
Quick Facts
Beitrag zu den SDGs
Situation vor Ort
In vielen ländlichen Haushalten Kenias wird auf offenen Feuerstellen gekocht. Diese Form der Kochenergie ist mit einer hohen Rauchentwicklung verbunden und beeinflusst die Luftqualität in den Häusern. Gleichzeitig erfordert sie große Mengen an Brennholz, was den Druck auf lokale Waldressourcen erhöht.
Die Beschaffung von Feuerholz ist zeitaufwendig und liegt häufig in der Verantwortung von Frauen und Kindern. So prägen sowohl gesundheitliche Belastungen als auch ein hoher Arbeitsaufwand den Alltag vieler Familien.
Projektansatz
Das Projekt wurde von Caritas Kitui initiiert und gemeinsam mit lokalen Gemeinden umgesetzt. Im Mittelpunkt steht die Einführung energieeffizienter Kochstellen, die an die lokalen Gegebenheiten angepasst sind.
Die Herde werden direkt vor Ort gebaut und bestehen überwiegend aus Materialien, die in der Umgebung verfügbar sind, wie Ziegel, Sand und Lehm. Sie sind fest in den Haushalten installiert und ermöglichen ein effizienteres Kochen mit deutlich geringerem Brennholzverbrauch. Gleichzeitig verringert sich die Rauchentwicklung, was zu einer spürbaren Verbesserung der Luftqualität in den Häusern beiträgt.
Zusammenarbeit und lokale Verankerung
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die enge Zusammenarbeit mit den Gemeinden. Bau und Verbreitung der Kochstellen erfolgen durch lokal ausgebildete Handwerker:innen, die sowohl die Installation als auch die Wartung übernehmen.
So entstehen Einkommensmöglichkeiten vor Ort, und Wissen rund um Bau und Nutzung der Herde bleibt in den Gemeinden verankert. Die Nutzung lokaler Materialien stärkt zusätzlich regionale Wirtschaftskreisläufe.
Was sich im Alltag ändert
Gesundheit & Sicherheit
Die energieeffizienten Kochstellen verringern die Rauchentwicklung beim Kochen deutlich. Dadurch verbessert sich die Luftqualität in den Haushalten und gesundheitliche Belastungen werden reduziert. Gleichzeitig sind die fest installierten Herde stabiler und sicherer im Gebrauch, wodurch das Risiko von Unfällen sinkt.
Mehr Zeit im Alltag
Der geringere Brennholzverbrauch reduziert den Aufwand für das Sammeln von Feuerholz. Dadurch entstehen Freiräume im Alltag, insbesondere für Frauen, die häufig für die Energieversorgung verantwortlich sind. Die gewonnene Zeit kann flexibel genutzt werden, etwa für gemeinschaftliche Aktivitäten oder die Bewirtschaftung eigener Felder.
Umwelt, Wälder & Klima schützen
Durch den deutlich niedrigeren Holzbedarf werden lokale Waldressourcen entlastet. Dies trägt dazu bei, Ökosysteme zu stabilisieren und natürliche Lebensgrundlagen langfristig zu erhalten. Gleichzeitig werden durch die effizientere Nutzung von Brennstoffen Emissionen reduziert.
Lokale Wertschöpfung
Die Kochstellen werden aus lokal verfügbaren Materialien hergestellt und von Handwerker:innen vor Ort gebaut. Schulungen schaffen Einkommensmöglichkeiten und sorgen dafür, dass Wissen rund um Bau und Nutzung in den Gemeinden verankert bleibt. So stärkt das Projekt lokale Wirtschaftskreisläufe. Gleichzeitig sparen Familien im Schnitt 35 USD pro Jahr für Brennholz – ein spürbarer Betrag in einer Region, in der jeder Schilling zählt.

Eine Teilnehmerin aus dem Projekt beschreibt ihre verbesserte Lebenssituation so:
„Der neue Ofen benötigt deutlich weniger Feuerholz und ich habe deshalb weniger Ausgaben. Der Ofen ist sicherer, strahlt eine angenehme Wärme aus und der beißende Rauch ist weg.“
— Agnes Gathigia, Kleinbäuerin aus dem Dorf Thegu
So funktioniert der Raketenherd
Vom Herd zur Wirkung
In diesem Beitrag berichtet Mary Mulinge von ihrer Arbeit als Ofenbauerin:
Transparenz: Register & Dokumente
Dieses Projekt ist im Gold Standard Register einsehbar; dort können stillgelegte Zertifikate transparent nachvollzogen werden.
Wenn Sie tiefer ins Projekt einsteigen möchten, finden Sie hier Projektunterlagen und Erfahrungsberichte.
Unsere Partnerorganisation
Fastenaktion ist das Hilfswerk der Katholikinnen und Katholiken in der Schweiz. Es setzt sich für benachteiligte Menschen ein – mit dem Ziel, Hunger, Armut und Ungerechtigkeit dauerhaft zu überwinden. Fastenaktion setzt auf langfristige Partnerschaften mit lokalen Organisationen vor Ort. In Kenia ist das Caritas Kitui, die das Projekt operativ umsetzt, lokale Handwerker:innen ausbildet und den Bau sowie den Unterhalt der Herde in den Projektregionen koordiniert.


















