In den ländlichen Distrikten Udayapur, Makwanpur und Sindhuli arbeitet die nepalesische Organisation SAHAS gemeinsam mit Gemeinden daran, den Zugang zu sauberer Energie und sicherem Trinkwasser zu verbessern. Durch angepasste Technologien wie verbesserte Kochherde und Wasserfiltern verringert sich die Rauchbelastung in den Häusern, und Wasser kann ohne zusätzlichen Brennstoffeinsatz sicher genutzt werden. So entstehen spürbare Verbesserungen im Alltag, die Klima- und Gesundheitsaspekte miteinander verbinden.
Quick Facts
Beitrag zu den SDGs
Situation vor Ort
In vielen ländlichen Regionen Nepals ist der Zugang zu verlässlicher Energie begrenzt. Gleichzeitig verfügen die Gemeinden über vielfältige Erfahrungen im Umgang mit natürlichen Ressourcen. Der Klimawandel verstärkt jedoch bestehende Herausforderungen, etwa durch zunehmenden Druck auf Wälder. Häufig wird offen über Feuer gekocht, was mit starker Rauchentwicklung verbunden ist und die Atemwege belastet. Auch das Abkochen von Wasser erfordert zusätzliches Brennholz und ist im Alltag nicht immer durchgehend möglich, wodurch gesundheitliche Risiken bestehen bleiben. Besonders Frauen tragen oft die Verantwortung für diese Aufgaben und wenden viel Zeit dafür auf.
Ein Dreiklang für Mensch und Klima
Das Projekt wurde von SAHAS gemeinsam mit den beteiligten Gemeinden entwickelt und orientiert sich an ihren Prioritäten und Alltagserfahrungen. Im Mittelpunkt steht die Verbesserung der Energieversorgung durch lokal angepasste Lösungen wie verbesserte Kochherde, Biogasanlagen und Technologien zur Trinkwasseraufbereitung. Diese tragen dazu bei, den Brennholzverbrauch zu senken, die Luftqualität in Haushalten zu verbessern und die sichere Nutzung von Trinkwasser zu erleichtern.
Zusammenarbeit und lokale Verankerung
Die Umsetzung erfolgt durch SAHAS in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden. Entscheidungen über Technologien und deren Einsatz werden gemeinsam getroffen. Lokale Fachkräfte werden ausgebildet und übernehmen Wartung und Reparatur, sodass Wissen und Wertschöpfung langfristig vor Ort bleiben. Die langjährige Partnerschaft mit Brot für die Welt unterstützt diese Arbeit und stärkt die Weiterentwicklung des Projekts.
Wirkung für Menschen und Umwelt
Das Projekt verbindet Klimaschutz mit sozialer Entwicklung. Es trägt dazu bei, natürliche Ressourcen zu schonen, gesundheitliche Belastungen zu reduzieren und neue Einkommensmöglichkeiten zu schaffen. Zeitgewinne im Alltag eröffnen zusätzliche Handlungsspielräume, insbesondere für Frauen. Auf diese Weise stärkt das Projekt lokal entwickelte Ansätze für eine nachhaltige und gerechtere Entwicklung.
Was sich im Alltag ändert
Gesundheit & Sicherheit
Durch verbesserte Kochherde entsteht beim Kochen deutlich weniger Rauch. Das verbessert die Luftqualität in den Haushalten und entlastet die Atemwege im Alltag.
Hochwertige Wasserfilter erleichtern es, Wasser sicher zu nutzen, ohne es aufwendig abkochen zu müssen. Das spart Brennstoffe und reduziert gesundheitliche Risiken.
Mehr Zeit im Alltag
Der geringere Bedarf an Brennholz verkürzt Wege und Zeitaufwand für das Sammeln. Dadurch entstehen Freiräume im Alltag, insbesondere für Frauen, die häufig für die Energieversorgung verantwortlich sind. Die gewonnene Zeit kann vielfältig genutzt werden – etwa für Einkommensmöglichkeiten, gemeinschaftliche Aktivitäten oder Bildung.
Umwelt, Wälder & Klima geschützt
Der deutlich geringere Bedarf an Brennholz entlastet die umliegenden Wälder und gibt ihnen Raum, sich zu regenerieren. So können sie weiterhin wichtige Funktionen übernehmen, etwa als Kohlenstoffspeicher und als Schutz vor Erosion und Erdrutschen.
Lokale Wertschöpfung
Das Projekt wird gemeinsam mit den Gemeinden umgesetzt und bindet lokale Fachkräfte aktiv ein. Durch Schulungen entstehen Arbeitsmöglichkeiten in den Bereichen Auswahl, Installation und Wartung der Technologien. Gleichzeitig profitieren Haushalte finanziell, da sie weniger Brennholz zukaufen müssen und Ausgaben im Alltag sinken.
Stimmen aus dem Projekt

Wenn wir marginalisierte Gemeinschaften in abgelegenen Gebieten erreichen wollen, müssen wir zuhören und Lösungen finden, die den Alltag sofort erleichtern. Die neuen Anlagen sparen nicht nur Emissionen ein, sie befreien Frauen von stundenlanger schwerer Arbeit und schützen die Gesundheit der gesamten Familie. So findet nachhaltige Entwicklung von innen heraus statt.
— SAHAS Foundation
So funktionieren die Technologien im Projekt
Transparenz: Register & Dokumente
Dieses Projekt ist im Gold Standard Register einsehbar; dort können stillgelegte Zertifikate transparent nachvollzogen werden.
Wenn Sie tiefer ins Projekt einsteigen möchten, finden Sie hier Projektunterlagen und Erfahrungsberichte.
Unsere Partnerorganisation
Die Non-Profit-Organisation Group of Helping Hands, kurz SAHAS Nepal, arbeitet tief in den abgeschiedenen und unwegsamen Teilen des Landes mit vulnerablen und sozial ausgegrenzten Familien zusammen. Der klare Fokus der Organisation liegt auf der systematischen Stärkung der Gemeinschaft, um eine wirklich nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen, die von den Menschen vor Ort selbst getragen wird. Als Partnerorganisation von Brot für die Welt setzt SAHAS dieses umfassende Projekt mithilfe von Einnahmen aus CO2-Zertifikaten um und verbindet dabei intelligenten Klimaschutz mit konkreter lokaler Armutsbekämpfung.


















