energiesparende Herde in Bangladesch

Im Jahr 2009 kam der Wirbelsturm in die Distrikte Barguna und Bagerhat im Süden Bangladeschs. Er spülte den Damm weg, der bis dahin das salzige Wasser vom Süßwasser getrennt hatte. Viele Häuser wurden weggerissen. Durch den Klimawandel haben die Bedrohungen für die Bevölkerung in den Distrikten stark zugenommen. Viel häufiger als früher treten nun Naturkatastrophen wie Wirbelstürme oder Sturmfluten auf.

Die Christian Commission for Development in Bangladesch (CCDB) hat nun gemeinsam mit einem Dorfkomitee ein wichtiges Projekt in Angriff genommen: um Brennholz zu sparen, bekommen die Haushalte im Dorf und der umliegenden Region nach und nach energiesparende Herde. Denn oft kochen die Frauen noch auf offenen Feuern, wobei viel Brennholz verbraucht wird. Außerdem verursacht der Rauch durch das Kochen Atemwegserkrankungen. Und nicht selten kommt es vor, dass sich Familienangehörige am Feuer verbrennen. Gerade Kinder sind gefährdet, wenn offene Feuer in den Häusern genutzt werden.

Vorteile der Kochstellen

Ein Herd kostet etwa 16 Euro, wovon Familien einen Eigenbeitrag von 5 Euro bezahlen. Diese Beiträge haben sich in der Projektarbeit als sehr förderlich herausgestellt, denn damit stellen die zur Verfügung gestellten Mittel einen wichtigen Wert dar. Die Materialien für die Herde werden ausschließlich in Bangladesch hergestellt. Für die Installation, die Einweisung und die Kontrollen in der Folgezeit finden etwa 100 Menschen eine Beschäftigung. Da das Projekt als frauenfördernde Maßnahme ausgelegt ist, werden für diese Tätigkeit nur Frauen eingestellt.

Die energiesparenden Herde benötigen 70–80 Prozent weniger Feuerholz beim Kochen. In den nächsten sechs Jahren sollen 3.400 davon im Projektgebiet verteilt werden. Pro Herd sparen sie 3,27 t CO2 im Jahr ein. Ein weiterer Vorteil ist, das vor allem Frauen und Mädchen sehr viel seltener in den Wald zum Sammeln gehen müssen. Es ist traditionell so, dass die Besorgung von Brennholz und das Herbeischaffen von Wasser Aufgaben der Frauen sind. Es soll nicht nur CO2 eingespart, sondern auch soziale Komponenten berücksichtigt werden.

Unsere Partner

Die Christian Commission for Development in Bangladesch (CCDB) ist eine der ältesten Partnerorganisationen von Brot für die Welt. Die gemeinnützige Organisation setzt in ihren Projekten und Programmen auf Entwicklung durch Selbstständigkeit, Wachstum sowie Verteilungsgerechtigkeit. Eines der Grundprinzipien bei allen wertebasierten Konzepten ist die Partizipation der Gemeinschaft.

Weitere Informationen: https://ccdbbd.org/

 

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